Wir möchten, dass Lebensmittel bis zum letzten Bissen ein Genuss bleiben. Gemeinsam können wir etwas gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen und Ressourcen und Kosten sparen.

Wir wissen, dass Gastronomen ihre Kunden kulinarisch verwöhnen wollen. Ebenso wollen wir, dass unsere Kunden Lebensmittel genauso schätzen wie wir. Jedes verdorbene Lebensmittel ist eine Verschwendung von Zeit, Mühe, Geld und anderen wertvollen Ressourcen entlang der gesamten Lieferkette bis zurück zum Ursprung der Lebensmittel. Aus diesem Grund setzt sich METRO gemeinsam mit anderen Partnern gegen die Verschwendung von Lebensmitteln entlang der Lieferkette ein. Wir wollen, dass unsere Kunden von Lösungen profitieren, die Ressourcen und Kosten sparen und gleichzeitig Gutes tun.

Wir sind uns bewusst, dass ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel verschwendet wird oder verloren geht - eine Menge, die ausreichen würde, um den globalen Nahrungsmittelbedarf zu decken und zusätzlich enorme Mengen an CO2-Emissionen verursacht. Gemeinsam mit unseren Partnern entlang der Wertschöpfungskette aus Industrie, Politik, Zivilgesellschaft und unseren Kunden wollen wir Innovationen vorantreiben, den Dialog fördern und Debatten anstoßen, um Lösungen zu generieren. Dieser "from farm to fork"-Ansatz wird von vielen unserer Partner bei dieser Herausforderung geteilt. Gemeinsam tragen wir dazu bei, den weltweiten CO2-Fußabdruck durch Lebensmittelabfälle zu verringern, der 8 % der globalen Treibhausgasemissionen ausmacht, und verhindern, dass neben Lebensmitteln auch landwirtschaftliche Ressourcen und Arbeitskräfte, Land, Energie und Wasser verschwendet werden. Neben den sozialen und ökologischen Aspekten sehen wir in der Vermeidung von Lebensmittelabfällen auch eine Chance, von der wir wirtschaftlich profitieren können, indem wir unseren Handelsprozess intelligenter und effizienter gestalten und es unseren Kunden ermöglichen, ihre Geschäfte ebenfalls verantwortungsvoller zu führen.

Unser strategischer Ansatz

Unser strategischer Ansatz ist auf fünf Säulen verteilt:

Lieferkette / Upstream

Wir gehen die Herausforderung vom Bauernhof bis zum Teller an, indem wir mit unseren Lieferanten und darüber hinaus in unserer Branche zusammenarbeiten, während wir bewährte Verfahren überwachen und weitergeben.


Berichterstattung über Lebensmittelabfälle

Wir setzen uns öffentlich ehrgeizige Ziele und Vorgaben. Wir überwachen, verwalten und berichten über Ziele unter Verwendung glaubwürdiger Standards wie dem FLW-Protokoll. Wir konzentrieren uns kontinuierlich auf die Verbesserung der Datenverfügbarkeit und -qualität, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen.


Lösungen gegen Lebensmittelabfälle

Wir erforschen und nutzen die neuesten Technologielösungen, die uns helfen, unsere Ziele in Bezug auf Lebensmittelabfälle zu erreichen. Wir bewerten kontinuierlich die Eignung dieser Lösungen für unser Geschäft und passen sie bei Bedarf an. Darüber hinaus suchen wir nach Lösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, Lebensmittelabfälle in ihren eigenen Betrieben zu bekämpfen und so Lebensmittelverluste und -verschwendung auch im HoReCa-Sektor zu vermeiden.

Kunden und Partner

Wir unterstützen und ermutigen unsere Kunden und Partner, Lösungen einzusetzen, die Ressourcen und Kosten sparen und gleichzeitig Gutes für die Gesellschaft tun.


Engagement mit Akteuren

Ziele und Verpflichtungen

Wir suchen, pflegen und fördern aktiv den Dialog und Partnerschaften über die gesamte Wertschöpfungskette des Großhandels, um Einfluss auf Angelegenheiten zu nehmen, die über die Unternehmensgrenzen hinausgehen. Wir haben uns ein messbares, zeitgebundenes, konzernweites und öffentliches Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung in unseren eigenen Betrieben bis 2025 um 50 % zu reduzieren. Wir haben uns in einer Resolution des Consumer Goods Forum im Jahr 2016 dazu verpflichtet, dieses Ziel zu erreichen und engagieren uns weiterhin mit zahlreichen Akteuren intern und extern, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir haben Programme zur Messung von Lebensmittelverlusten und -abfällen eingeführt - insbesondere haben wir Daten zu Lebensmittelabfällen in unsere bestehende Datenbank "Carbon Accounting Process and Tools (SoFi)" aufgenommen. Wir verfolgen die Aufschlüsselung von Lebensmittelverlusten und -abfällen nach Lebensmittelkategorien und/oder Lebenszyklusstadien gemäß den Anforderungen des Food Loss and Waste Protocol (FLWP) in unseren Betrieben und arbeiten gleichzeitig intern mit einer Reihe von Stakeholdern zusammen - von Betriebspartnern über Ländervertreter für Unternehmensverantwortung bis hin zu technischen Betriebsleitern auf Standortebene -, um ihre FLWP-Berichtsfähigkeiten zu verbessern und eine solide Datenqualität zu Lebensmittelverlusten und -abfällen sicherzustellen. 

Wir führen mehrere Programme und Initiativen durch, um das Gesamtvolumen von Lebensmittelverlusten und -abfällen in unseren Betrieben zu reduzieren - insbesondere operative Eingriffe auf Standortebene. Im Vorfeld unserer Lieferketten verderben viele frische Lebensmittel aufgrund klimatischer Bedingungen, wie extremer Hitze oder unsachgemäßer Lagerung. METRO hat in ländlichen Gebieten, wie zum Beispiel in Indien, entsprechend klimatisierte "Lebensmittelsammelstellen" eingerichtet, um Nachernteverluste zu reduzieren. Leicht verderbliche Lebensmittel erreichen die Märkte nun innerhalb von 8 statt 36 Stunden. Die Landwirte erhalten fortlaufende Schulungen zu Themen wie Pflanzenschutz, Nacherntetechnologie oder Ernährungsmanagement, um die Menge an Lebensmitteln, die den Verbraucher vom Bauernhof bis auf den Teller erreicht, weiter zu erhöhen.

Gleichzeitig haben wir Programme, die darauf abzielen, Lebensmittelverluste und -abfälle für alternative Zwecke zu nutzen - insbesondere Lebensmittelspenden und die Verwendung von Lebensmittelabfällen für die Energierückgewinnung oder andere Projekte der Kreislaufwirtschaft. Wir arbeiten mit Partnern auf Konzernebene zusammen, unterstützen aber auch Aktivitäten auf Länderebene, da wir die Unterschiede in den einzelnen Ländern und damit die Notwendigkeit maßgeschneiderter, regionaler Ansätze erkennen, um Programme erfolgreich zu machen. 

Solche Partnerschaften können vom globalen Kompetenzaufbau über Lebensmittelspenden bis hin zu Technologielösungen reichen. Weitere Informationen zu den einzelnen Partnerschaften finden Sie unten.

Im September 2019 schloss sich METRO der 10x20x30-Initiative des World Resource Institute an. Im Rahmen dieser Initiative verfolgen mindestens 10 der weltweit größten Lebensmittelhändler und -Lieferanten den "Ziel-Maßnahme-Aktion"-Ansatz, d.h. sie verpflichten jeweils 20 ihrer vorrangigen Lieferanten, das Gleiche zu tun - und damit ihren Lebensmittelverlust und -abfall bis 2030 zu halbieren. Gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen teilen wir die Mission, den Beitrag des Privatsektors zum globalen Ziel, den Lebensmittelverlust und -abfall bis 2030 um 50% zu reduzieren, massiv zu erhöhen, indem wir die Anstrengungen in der Lieferkette "nach oben" katalysieren.

Ein weiteres Beispiel ist unsere Kooperation mit Too Good To Go (TGTG). Das Unternehmen bietet eine Plattform, um überschüssige Lebensmittel, die sonst in den Müll wandern, in einer speziell gebrandeten Tüte (der Magic Bag) zu reduzierten Preisen zu verkaufen. Es betreibt eine App, die es Endverbrauchern, die gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen, z. B. in Österreich, Belgien und den Niederlanden ermöglicht, nicht verkaufte Lebensmittel von teilnehmenden METRO-Märkten zu kaufen.

Die TGTG-Partnerschaft umfasst auch ein Kundenempfehlungsmodell. METRO-Außendienstteams in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Polen können HoReCa- und Händlerkunden die digitale Lösung zur Nutzung in ihrem Betrieb vorschlagen. Durch die Förderung von TGTG wollen wir unsere Kunden mit der Gemeinschaft der Lebensmittelabfallbekämpfer verbinden, um gemeinsam Lebensmittelabfälle zu reduzieren und ihr Ansehen und ihren Einfluss auf die Gemeinschaft zu erhöhen.

Seit Beginn unserer Partnerschaft mit TGTG wurden in den 26 METRO/MAKRO-Märkten, die in Österreich, den Niederlanden und Belgien aktiv sind, mehr als 104.000 Mahlzeiten eingespart, was einem Äquivalent von 260.000 kg CO2 entspricht.

Seit Januar 2018 kooperiert METRO mit Wholesurplus in der Türkei, um dort die Herausforderung der Reduzierung von Lebensmittelabfällen im eigenen Geschäftsbetrieb anzugehen. Wholesurplus bietet eine ganzheitliche Geschäftslösung an. Diese umfasst eine digitale Plattform zur Verwaltung des Lebensmittelabfallbestands gemäß der Lebensmittelabfallhierarchie auf Grundlage von Echtzeit-Datenanalysen sowie einen einzigartigen Marktplatz für die Umverteilung von Lebensmitteln und Spenden. Die Ausgangssituation in der Türkei erforderte dringenden Handlungsbedarf, da bis zu 80% der Lebensmittel, die nicht verkauft werden können, auf Deponien landeten und somit für die Ernährung der Menschen verloren ging. Durch die Nutzung des digitalen Marktplatzes können unsere Märkte auf einfache Art und Weise verzehrfähige Lebensmittel an Lebensmittelbanken, soziale Einrichtungen, Tierheime oder sogar an die Futtermittelproduktionsindustrie abgeben. Darüber hinaus ermöglicht ihnen die Datenanalysefunktion eine transparente Quantifizierung und Überwachung der Lebensmittelabfälle in Echtzeit, so dass sie gezielte Maßnahmen zur weiteren Verbesserung ihrer betrieblichen Abläufe durchführen können.

Darüber hinaus arbeitet die METRO seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Tafelbewegung zusammen, um bedürftige Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, die trotz eines nahenden Mindesthaltbarkeitsdatums immer noch von einwandfreier Qualität sind.

Auch auf internationaler Ebene bauen wir die Zusammenarbeit stetig aus und sind Partner der Europäischen Föderation der Lebensmittelbanken (Fédération Européenne des Banques Alimentaires, FEBA).

Eine ergänzende Lösung zu unserer langjährigen Partnerschaft mit Lebensmitteltafeln ist die Zusammenarbeit mit SirPlus. Überschüssige Lebensmittel und Getränke aus unseren Großmärkten, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr verkauft und auch nicht an Lebensmittelbanken gespendet werden können, können sowohl online als auch in den SIRPLUS-Filialen in Berlin zu einem reduzierten Preis verkauft werden.

Durch die Zusammenarbeit mit KITRO können wir den METRO-Kunden im Hotel- und Gaststättengewerbe eine vollautomatische Lösung anbieten, die mit Hilfe von Hard- und Software dazu beiträgt, Lebensmittelabfälle durch Messung und Analyse von Lebensmittelabfällen zu reduzieren. Die Software bietet einen Datenüberblick über das Gewicht und zeigt die Kosten der Lebensmittelabfälle an. Sie unterstützt den Benutzer dabei, die verschiedenen Abfallquellen zu identifizieren, betriebliche Ineffizienzen zu beseitigen und Ressourcen effizienter zu nutzen.

Seit Oktober 2019 ist die METRO AG Partner von Matsmart, einem schwedischen Start-up-Unternehmen, das überschüssige Lebensmittel direkt von B2B-Unternehmen aufkauft, zu reduzierten Preisen an die Verbraucher weiterverkauft und so zur Verringerung der Lebensmittelabfälle beiträgt. Derzeit unterstützt METRO den Markteintritt von Matsmart in Deutschland vor allem mit Know-how.

Auf vorgelagerten Stufen unserer Lieferkette verderben viele frische Lebensmittel durch klimatische Bedingungen, wie extreme Hitze oder unsachgemäße Lagerung. Die METRO hat in ländlichen Gebieten beispielsweise in Indien ordnungsgemäß klimatisierte "Lebensmittelsammelstellen" eingerichtet, um Nach-Ernte-Verluste zu verringern. Leicht verderbliche Lebensmittel erreichen die Märkte jetzt in 8 statt in 36 Stunden, und die Landwirte erhalten laufend Schulungen zu Themen wie Pflanzenschutz, Nacherntetechnologie oder Ernährungsmanagement, um die Menge der Lebensmittel, die den Verbraucher von der Farm bis auf den Teller erreichen, weiter zu erhöhen.