Bei METRO werden Tradition und Moderne, Kompetenz und Ideen in Innovationen und Allianzen für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion überführt. Nur durch das Zusammenwirken und die Zusammenarbeit von Produzenten, Lieferanten, Händlern und Kunden können wir Antworten auf aktuelle und zukünftige Fragen und Herausforderungen finden. Darum wollen wir dieses Wissen teilen, denn der Erfolg unserer Kunden ist unser Erfolg. Lesen Sie mehr zu unseren vierteljährlichen Fortschritten unter Verpflichtungen.

METRO hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Nahrungsmittellösungen mit hohem wirtschaftlichem Mehrwert für unabhängige Unternehmer zu liefern. Wir nehmen unsere ökologische und soziale Verantwortung wahr, um die langfristige Handlungsfähigkeit von METRO zu sichern. Wenn es um den nachhaltigen Handel und die Beschaffung von Lebensmitteln geht, verfolgt METRO eine klare Vision: "Wir werden in allem, was wir tun, nachhaltig." Im Folgenden findet sich eine Übersicht der vielfältigen Einkaufspolitiken und Positionen zu nachhaltiger Beschaffung von Rohstoffen durch METRO.

Die METRO hat eine Einkaufspolitik für die Beschaffung ihrer Eigenmarken entwickelt. Ziel ist, die Produkte nachhaltig zu beschaffen. Sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer und sozialer Hinsicht.

Die Kunden der METRO erwarten von uns die Einhaltung bestimmter Standards. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, haben wir uns 2012 zu einer nachhaltigen Fisch- und Meeresfrüchtepolitik verpflichtet, die im Jahr 2020 aktualisiert wurde und streben seitdem an, den Anteil von Fisch und Meeresfrüchten aus zertifizierten Quellen zu erhöhen. Damit fördert METRO hohe Standards bei Meeresfrüchten sowie den langfristigen Schutz der Fischbestände und bietet unseren Kunden Produkte aus verantwortungsvoller Herkunft an. Mit der Aktualisierung im Jahr 2020 stellt METRO auch einen neu aufgestellten METRO-Aktionsplan Fisch und Meeresfrüchte für Initiativen zu nachhaltigem Fisch und Meeresfrüchten zur Verfügung. Der Aktionsplan unterstützt die Umsetzung der Einkaufspolitik mit Aktionen.

METRO bietet seinen Kunden Fleischprodukte, die den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen und die sozial und ökologisch verträglich hergestellt wurden. Wir sind uns der verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte rund um das Thema Fleisch bewusst und verpflichten uns, in unseren Lieferketten, weiterhin an nachhaltigerem Fleisch zu arbeiten. Aus diesem Grund werden wir im Herbst 2020 die METRO Nachhaltigkeitsleitlinie für die Fleischbeschaffung einführen, um ein nachhaltigeres Fleischangebot zu erstellen, beginnend mit den Fleischprodukten unserer Eigenmarke. Wir werden die Themen zu Fleisch und Nachhaltigkeit zusammenbringen und unsere Aktivitäten und Verpflichtungen dazu erläutern.

Tierschutz ist ein wichtiges Thema für bewusste Verbraucher. Immer mehr Menschen interessieren sich für die Art und Weise, wie Vieh aufgezogen wird, und wollen die Gewissheit haben, dass die Tiere mit der gebotenen Sorgfalt behandelt werden. Dazu gehören auch die Haltungsbedingungen und Tierschutzaspekte von Legehennen. Mit unserer Einkaufspolitik für Eier aus Käfig-freier Haltung wollen wir eine verbesserte Tierhaltung für Legehennen unterstützen.

In Bezug auf nachhaltiges Palmöl zielt unsere METRO Einkaufspolitik für Palmöl auf 100 % nachhaltiges Palmöl auf RSPO-Level „Segregated“ oder „Identity Preserved“ in METRO-Eigenmarkenprodukten bis 2023 ab.

Unsere METRO Einkaufspolitik für Papier und Holz hat das Ziel, dass alle Eigenmarkenprodukte, die aus Holz oder Holzfasern hergestellt werden, entsprechend dem Geltungsbereich aus legalen und verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen.

METRO ist bekannt für eine außergewöhnliche Kompetenz im Frischwarenbereich. Unsere Kunden erwarten von uns, dass wir in unserer Lieferkette einen hohen Standard bezogen auf Tiergesundheits- und Tierschutzbedingungen gewährleisten. Und gleichzeitig erwarten sie Transparenz in Bezug auf Produkte tierischer Herkunft. Mit unserer Beschaffungspolitik im Bereich Tiergesundheit und Tierschutz handeln wir, um diesen Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Soja als Produkt, Produktbestandteil oder Bestandteil von Tierfutter ist für uns ein wichtiger Rohstoff. Mit unserer Einkaufspolitik für Soja stellen wir eine nachhaltige Soja-Beschaffung sicher und arbeiten gemeinsam mit unserer Lieferkette an Herausforderungen wie Abholzung und sozialen Fragen.

Gentechnisch veränderte Organismen

In den vergangenen Jahren hat das Thema gentechnisch veränderte Organismen (GVO) an Bedeutung gewonnen, da das potentiell von gentechnisch veränderten Organismen betroffene Lebensmittelsortiment enorm erweitert wurde. Weltweit beurteilen sowohl Verbraucher als auch Experten den Einsatz der modernen Biotechnologie in Lebensmitteln völlig unterschiedlich. METRO kennt diese Unterschiede und respektiert die besonderen Perspektiven der verschiedenen Länder und ihrer Verbraucher.In unserer METRO Policy bezogen auf genetisch veränderte Organismen, haben wir eine Reihe von Zielen definiert, die wir als Unternehmen verfolgen und über die wir ab 2022 berichten werden.

Biodiversität

Die Vielfalt der Arten und ihrer Lebensräume muss unbedingt erhalten werden, insbesondere, da die Produktion von Lebensmitteln von einer Vielzahl von Prozessen abhängt, für die Tiere und Pflanzen verantwortlich sind. Deshalb unterstützt METRO die Ziele der internationalen Konvention über biologische Vielfalt und trägt mit zum Schutz der Biodiversität bei.

Europäische Supply Chain Initiative

METRO ist Mitglied der Europäischen Supply Chain Initiative. Ziel der Initiative ist es, faire Geschäftspraktiken entlang der Lieferkette zu fördern und vorbildliche Verfahren umzusetzen.

Fischerei und Aquakultur spielen eine bedeutende Rolle bei der Ernährung unseres Planeten. Noch nie zuvor war eine verantwortungsvolle und nachhaltige Fischerei so wichtig für das Wohlergehen von Mensch und Umwelt. Die steigende Nachfrage nach Eiweiß übt Druck auf die Fischbestände aus, während die Aquakultur, wenn sie schlecht verwaltet wird, negative Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. 

Als einer der führenden Fischgroßhändler Europas übernimmt METRO Verantwortung auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette und handelt auf unterschiedliche Weise:

  • Die METRO ist bestrebt, die Nachhaltigkeit ihres Sortiments an Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakultur und Wildfang auszuweiten, indem sie die Zertifizierung von Produkten fordert und starke Partnerschaften aufbaut. Die METRO will dazu beitragen, die Bedingungen innerhalb Wertschöpfungskette für Fisch- und Meeresfrüchte weiter zu verbessern und strebt mehr Transparenz innerhalb der eigenen Lieferkette für Fisch und Meeresfrüchte an. Kunden erkennen dies an den Labeln des Marine Stewardship Council (MSC) und des Aquaculture Stewardship Council (ASC), des GlobalG.A.P. und/oder der Best Aquaculture Practices (BAP).
  • METRO unterhält den direkten Kontakt mit Kleinfischern und unterstützt sie bei der Anwendung nachhaltiger Fischereipraktiken. Unser internationales Handelsbüro in Concarneau, einer Hafenstadt in der Bretagne, das auch für den direkten Einkauf von Frischfisch zuständig ist, arbeitet eng mit den Fischern auf kleinen Fischerbooten ("Petits bateaux") zusammen. Petits bateaux dürfen nicht länger als 24 Meter sein und werden häufig von kleinen Familienfischereibetrieben eingesetzt. Das Team des Handelsbüros von Concarneau (CTO) wählt jeden Morgen auf 15 Fischauktionen den besten einheimischen Fisch aus. Wichtigstes Kaufkriterium neben der ausgezeichneten Qualität ist die Nachhaltigkeit der Fangmethode: Der Fisch muss von kleinen Fischerbooten gefangen worden sein.
  • METRO ist ein aktiver Partner der Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI) und engagiert sich für das Global Benchmark Tool, das auf dem Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Fischerei (CCRF) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) basiert, sowie für die Entwicklung weiterer Initiativen, um nachhaltigere Meeresfrüchte voranzutreiben.
  • METRO ist einer der Mitbegründer der Global Tuna Alliance (GTA) und von Anfang an aktiver Partner. Die GTA ist eine unabhängige Gruppe von Händlern und Unternehmen der Lieferkette, die sich dafür einsetzt, dass Thunfisch letztendlich die höchsten Standards in Bezug auf Umweltleistung und soziale Verantwortung erfüllt.Der Globale Dialog über die Rückverfolgbarkeit von Meeresfrüchten (Global Dialogue on Seafood Traceability - GDST) wurde als Forum der Meeresfrüchteindustrie ins Leben gerufen. Es widmet sich der Ausarbeitung des ersten globalen Standards für die Rückverfolgbarkeit von Meeresfrüchten, welcher im März 2020 eingeführt wurde. METRO ist einer der Initiatoren und unterstützte den gemeinschaftlichen Ansatz für die Rückverfolgbarkeit von Meeresfrüchten von Anfang an. Das GDST beinhaltet die aktive Beteiligung verschiedener Interessenvertreter der Meeresfrüchteindustrie entlang der gesamten Lieferkette.

Eine der Triebkräfte des Klimawandels ist die Entwaldung - der Verlust natürlicher Wälder und Vegetation, beispielsweise durch die Umwandlung in landwirtschaftliche oder andere nicht forstwirtschaftliche Nutzflächen. Darüber hinaus ist die Entwaldung oft mit anderen ökologischen und sozialen Problemen verbunden, wie dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Verletzung sozialer Standards der lokalen Bevölkerung, wenn die ursprünglichen Bewohner der Wälder gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.

Die Entwaldung ist ein wichtiges Thema für den Lebensmittelsektor, da sie hauptsächlich durch die Produktion von Soja, Palmöl, Fleisch sowie Papier und Holz verursacht wird. METRO handelt mit Produkten, die aus diesen Rohstoffen hergestellt werden oder diese enthalten. Als Großhändler und Teil der Lieferkette von Produkten, die wir beziehen, wollen wir die Art und Weise, wie diese Rohstoffe beschafft werden, verändern und Maßnahmen ergreifen, um die Abholzung zu beenden. Dies trägt auch zur Nachhaltigkeit der Geschäfte unserer Kunden bei, da wir unsere Kunden in die Lage versetzen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen, wenn sie bei uns einkaufen.

Wir erkennen den globalen Rahmen der Ziele für Nachhaltige Entwicklung und des Global Compact der Vereinten Nationen an, und unser Ansatz für entwaldungsfreie Lieferketten baut auf der Zusammenarbeit im Sinne des Ziels 17 für Nachhaltige Entwicklung auf. Wir haben uns in speziellen Beschaffungsrichtlinien für Soja, Palmöl, Papier und Holz sowie für Fleisch individuell verpflichtet, sind aber der Meinung, dass aufgrund der Komplexität und der gegenseitigen Abhängigkeit der Lieferketten nur gemeinsame, kooperative Initiativen zu nachhaltigen Effekten führen können und dass nur dann unser Hebel gleichermaßen wirksam ist. Aus diesem Grund arbeiten wir mit anderen Akteuren entlang der Lieferketten von Rohstoffen wie Soja, Palmöl, Fleisch, Papier und Holz sowie mit anderen Groß- und Einzelhändlern und Vertretern von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Wichtige Elemente unserer Kooperationsinitiativen sind unsere Mitgliedschaften, Aktionen und Verpflichtungen zum Thema Entwaldung in der Consumer Goods Forum Forest Positive Coalition, der Tropical Forest Alliance (TFA) des Weltwirtschaftsforums, dem Runden Tisch für verantwortungsvolles Soja (RTRS) und dem Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) sowie unsere Unterstützungserklärung für das Cerrado-Manifest und Zertifizierungssysteme wie den Forest Stewardship Council (FSC) oder das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC). Über diese Netzwerke können bewährte Praktiken ausgetauscht werden und es wird eine größere Transparenz der Lieferketten unterstützt.

Innerhalb der jeweiligen Lieferketten besteht auf verschiedenen Ebenen Handlungsbedarf: Die Zusammenarbeit mit Landwirten, Erzeugern, Händlern, Lieferanten und Herstellern, um sie in die Lage zu versetzen, die Anforderungen zu erfüllen, sind wichtige Schritte auf dem Weg zu entwaldungsfreien Lieferketten, ebenso wie Zertifizierungssysteme. Aber wir müssen auch stets die spezifischen Landschaftsgebiete im Auge behalten, in denen diese Akteure tätig sind, sowie die dort herrschenden ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und staatlichen Gegebenheiten, sonst werden die Maßnahmen nicht den gewünschten langfristigen Erfolg bringen.

Um zu überprüfen, ob das, was wir tun, den Erwartungen des Marktes entspricht, legen wir unsere Aktivitäten offen, z. B. im CDP-Forest-Fragebogen und innerhalb der Consumer Goods Forum Forest Positive Coalition, außerdem lernen wir aus der Bewertung unabhängiger Dritter und aus Gesprächen mit NGOs.

Auf dieser Seite finden Sie die 4 METRO-Richtlinien zur nachhaltigen Beschaffung, die für  Entwaldung relevant sind: Soja, Palmöl, Papier und Holz sowie Fleisch. Um diese Richtlinien umzusetzen, arbeiten wir mit unseren Lieferanten und deren Lieferketten zusammen, sowohl als einzelnes Unternehmen als auch, wie bereits erwähnt, in verschiedenen Kooperationen, insbesondere in der Consumer Goods Forum Forest Positive Coalition.

Konsumgüterforum Forest Positive Coalition 

Das Consumer Goods Forum (CGF) hat die Forest Positive Coalition of Action (FPC) ins Leben gerufen, die von 20 Unternehmen mit einem kollektiven Marktwert von rund 2 Billionen US-Dollar angeführt wird. Ziel ist es, kollektives Handeln zu fördern und systemische Bemühungen zu beschleunigen, um Entwaldung, Waldschädigung und -umwandlung aus den wichtigsten Warenlieferketten zu entfernen und gleichzeitig nachhaltige Waldbewirtschaftung, -erhaltung und -wiederherstellung zu unterstützen.

METRO ist ein aktives Mitglied der Forest Positive Coalition of Action und arbeitet in drei der vier Arbeitsgruppen der Koalition mit: Palm, Soja und Rindfleisch.

Die Forest Positive Coalition wurde ins Leben gerufen, um das kollektive Handeln ihrer Mitgliedsunternehmen zu fördern und ihren kollektiven Einfluss zu nutzen, um die Bemühungen zur Beseitigung der Entwaldung nicht nur in ihren eigenen Rohstofflieferketten, sondern in der gesamten Lieferkette ihrer Lieferanten voranzutreiben und zu beschleunigen. Die Koalition ist davon überzeugt, dass ihr kollektiver Einfluss die Mitglieder in die Lage versetzen wird, Fortschritte bei vier Zielen zu erzielen: 1. Beschleunigung der Bemühungen, die rohstoffbedingte Entwaldung aus den einzelnen Lieferketten zu entfernen; 2. höhere Erwartungen an die Händler zu stellen, in ihrer gesamten Lieferbasis zu handeln; 3. Vorantreiben des Wandels in wichtigen Rohstofflandschaften; 4. Definition messbarer Ergebnisse, über die alle Mitglieder, sowohl einzeln, als auchgemeinsam Bericht erstatten werden.

Die Koalition wird von der Tropical Forest Alliance (TFA) und Proforest unterstützt, die beide wichtige logistische Unterstützung und Hilfe bei der Umsetzung leisten. Die Koalition arbeitet auch mit der CGF Human Rights Coalition - Working to End Forced Labour (HRC) zusammen, um die Theorie des Wandels, Roadmaps (Aktionspläne) und Strategien der Koalition mit den vorrangigen Branchengrundsätzen der CGF gegen Zwangsarbeit in Einklang zu bringen.

Die Mitglieder der Koalition erkennen an, dass ein waldfreundliches Unternehmen zu sein bedeutet, systematische Anstrengungen zu unternehmen, um Entwaldung, Waldschädigung und Umwandlung aus den wichtigsten Warenlieferketten zu entfernen und gleichzeitig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und -wiederherstellung zu unterstützen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Wälder der Welt hat, die Rechte der Arbeiter und lokalen Gemeinschaften unterstützt und ihre Lebensbedingungen verbessert.

Weitere Informationen über das Aktionsbündnis "Forest Positive Coalition of Action" des Consumer Goods Forum finden Sie hier. Diese Website enthält die aktuellsten Informationen und Roadmaps (Aktionspläne) der Arbeitsgruppen.

Als Mitglied der Forest Positive Coalition of Action berichtet METRO über Maßnahmen zur Beendigung der Entwaldung in unseren Soja-, Palm-, Papier- und Holzlieferketten. Die jüngsten Berichte finden Sie unten als PDF-Dokument zum Herunterladen, zusammen mit der jeweiligen Rohstoffpolitik.

Soja

Gemäß unserer METRO-Soja-Beschaffungsrichtlinie (2019) arbeiten wir daran, dass in unseren Soja-Lieferketten bis spätestens 2025 keine Wälder mehr abgeholzt werden. Zu diesem Zweck arbeiten wir mit unseren Lieferanten zusammen, wobei wir uns auf die Lieferanten unserer Eigenmarken (Private Labels) konzentrieren. Gemeinsam mit ihnen legen wir den Anteil an (zertifiziertem) Soja ohne Abholzung in ihren Lieferketten fest (sowohl direktes Soja als Bestandteil von Produkten als auch indirektes Soja als Bestandteil von Tierfutter) und arbeiten daran, den Anteil an (zertifiziertem) Soja ohne Abholzung zu erhöhen.

Im Rahmen unserer Beschaffungspolitik für nachhaltiges Soja hat sich METRO auch mit anderen Unternehmen in der Soja-Arbeitsgruppe des Consumer Goods Forum Forest Positive Coalition of Action zusammengeschlossen und leitet diese Gruppe derzeit. Die Soja-Arbeitsgruppe hat einen Fahrplan mit konkreten Maßnahmen erstellt, um eine Null-Abholzung zu erreichen. Zu diesem Zweck arbeiten wir mit unseren Lieferanten und den Sojahändlern direkt, aber auch in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen zusammen. Hier finden Sie unsere Soja-Beschaffungspolitik sowie einen Überblick über unseren jüngsten Berichtsstatus zu den KPIs der Consumer Goods Forum Forest Positive Coalition für die Soja-Arbeitsgruppe.

Palmöl

Gemäß unserer METRO Palmöl-Beschaffungsrichtlinie setzen wir uns für die Verwendung von nachhaltigem Palmöl in Produkten unserer Lieferkette ein. Bei METRO Deutschland beispielsweise ist seit 2018 das gesamte Palmöl in unseren lokalen Eigenmarken-Lebensmitteln zu 100 % als „segregiert“, das heißt ohne Abholzung, RSPO-zertifiziert. Gemeinsam mit unserem niederländischen Lieferanten für tiefgekühlte Pommes Frites, Farm Frites, haben wir ebenfalls 100 % RSPO-zertifiziertes, segregiertes Palmöl erreicht.

Als Mitglied der Arbeitsgruppe "Forest Positive Palm Oil" des Consumer Goods Forum arbeiten wir mit 16 anderen Unternehmen zusammen, um nachhaltigeres Palmöl in unsere Lieferketten zu bringen, wofür wir eine Roadmap mit konkreten Maßnahmen und Ergebnissen erstellt haben; weitere Informationen auf der Website des Consumer Goods Forum.

Gemeinsam mit mehreren anderen Herstellern und Einzelhändlern arbeiten wir derzeit im Rahmen der Palmöl-Transparenz-Koalition (POTC), die von den Experten von 3Keel unterstützt wird, an mehr Transparenz in der Palmöl-Lieferkette.

Im jährlichen ACOP-Bericht des RSPO berichten wir öffentlich über die Fortschritte bei der Einhaltung unserer Palmölverpflichtung, indem wir die Gesamtmenge an Palmöl und den Anteil der Zertifizierung angeben. Diese Informationen werden auch hier veröffentlicht.

Hier finden Sie unsere Beschaffungsrichtlinie für Palmöl sowie einen Überblick über unseren aktuellstenBerichtsstatus zu den KPIs der Consumer Goods Forum Forest Positive Coalitionfür die Arbeitsgruppe Palm.

Papier und Holz

Papier- und Holzprodukte sind ebenfalls eine Ursache für die Abholzung von Wäldern. Daher hat sich METRO seit 2012 mit unserer Beschaffungsrichtlinie für Papier und Holz zu mehr nachhaltigen Produkten aus Papier und Holz verpflichtet. Mit dieser Richtlinie wollen wir sicherstellen, dass bis Ende 2020/2023 100 % unserer Eigenmarkenprodukte aus Holz oder Holzfasern aus legalen und verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Produkte aus Frischfasern müssen in Übereinstimmung mit einem Forstzertifizierungssystem eines Dritten zertifiziert sein: Forest Stewardship Council (FSC) oder Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC). METRO hat sich außerdem verpflichtet, die Umweltauswirkungen der Verpackungen ihrer Eigenmarkenprodukte während des gesamten Produktlebenszyklus zu reduzieren. Dies gilt für unsere Primär- und Sekundärverpackungen, bei denen wir eine 100%ige FSC® / PEFC-Zertifizierung oder einen Recyclinganteil von mindestens 70% anstreben.

Mit diesen Verpflichtungen wollen wir sicherstellen, dass das Material in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen des Landes, in dem es geerntet wurde, geerntet wird, dass der Wald in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung bewirtschaftet wird, die ein Gleichgewicht zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedürfnissen herstellen und, dass die traditionellen und bürgerlichen Rechte der indigenen Bevölkerung, der lokalen Gemeinschaften und der Arbeiter, die von der Waldbewirtschaftung und -produktion profitieren, respektiert und geschützt werden. Darüber hinaus wollen wir sicherstellen, dass Ökosysteme, biologische Vielfalt und ökologische Prozesse erhalten oder wiederhergestellt werden, insbesondere im Hinblick auf Wälder mit hohem Naturschutzwert, und dass ein angemessener Bewirtschaftungsplan und ein entsprechender Überwachungsprozess umgesetzt und dokumentiert werden.

Hier finden Sie unsere Beschaffungsrichtlinie für Papier und Holz sowie einen Überblick über unseren aktuellstenBerichtsstatus zu den KPIs der Consumer Goods Forum Forest Positive Coalition für die Arbeitsgruppe Papier und Holz.

Fleisch

Ein wichtiges Thema in unserer Fleischbeschaffungsrichtlinie ist die Entwaldung im Zusammenhang mit Soja in Tierfutter. Im Rahmen unseres Engagements bei unseren Lieferanten sowie in vielen der oben erwähnten Kooperationen zur Vermeidung von Entwaldung konzentrieren wir uns darauf innerhalb unserer Fleischlieferketten keine Entwaldung zu erreichen.

Die METRO verfolgt bei der Beschaffung von Produkten und der Nutzung von Ressourcen einen transparenten Ansatz. Dies stellen wir durch direkte Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern sicher. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit Kooperationspartnern eine branchenübergreifende, internationale Rückverfolgbarkeitslösung unter Verwendung von GS1-Standards entwickelt. Die METRO-Rückverfolgbarkeitslösung PROTRACE bietet Kunden und Interessengruppen chargenbezogene Rückverfolgbarkeitsinformationen und mehr auf der Grundlage verschiedener Datenquellen.

Transparente Lieferkette zuerst für Fisch und Fleisch

METRO setzt sich für einen nachhaltigen Umgang mit sensiblen Produktgruppen ein und begann mit Fisch und Fleisch. So können Kunden zum Beispiel zu zahlreichen Fleischprodukten detaillierte Daten wie Herkunft, Verarbeitung, Qualität und Nachhaltigkeit abrufen oder sich darüber informieren, wo und wie der gekaufte Fisch gefangen wurde - schnell und einfach über eine Smartphone-App. Voraussetzung ist, dass die Produkte mit einer eindeutigen Produktkennung versehen sind und dass die richtigen Informationen und Daten von den Lieferanten regelmäßig hochgeladen werden. Die Besonderheit dieser innovativen Lösung liegt darin, dass vom Produzenten bis zum Lieferanten alle Akteure der Lieferkette beteiligt sind. Die Einspeisung der Daten in das System ist flexibel und hängt vom Volumen und Digitalisierungsgrad der Lieferkettenpartner ab.

Heute bietet PROTRACE neben der Rückverfolgbarkeit auch interessante Einblicke in den Produktionsprozess und Hintergrundinformationen über das Produkt selbst. Die Rückverfolgbarkeit für Obst und Gemüse befindet sich in der Pilotphase. Diese Rückverfolgbarkeitslösung folgt einem generischen Ansatz und kann auf alle Arten von Artikeln angewendet werden. Das bedeutet, dass es in Zukunft möglich sein wird, weitere Produktgruppen und Datenbanken hinzuzufügen. Alle Marktteilnehmer der gesamten Lieferkette können teilnehmen, wo auch immer in der Welt sie sich befinden. METRO gilt dank des Einsatzes des modernen Rückverfolgbarkeitssystems PROTRACE als vorbildlich im Kampf gegen den illegalen Fischfang.