Für Gastronomen wie für METRO ist es das Produkt, das zählt. Deshalb versuchen wir, so viel Verpackung wie nötig und so wenig wie möglich zu verwenden. Mit unseren Eigenmarkenverpackungen streben wir bei Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Produkts nach verringerten Umweltbelastungen. Wir suchen aktiv nach Alternativen zu konventionellen Kunststoffen und stellen gleichzeitig sicher, dass wir die Erwartungen unserer Kunden an hohe Qualitäts- und Hygienestandards erfüllen. Im Rahmen eines Multi-Stakeholderdialogs arbeiten wir an innovativen Lösungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und für weniger umweltschädliche Materialien.

Ressourcen verantwortungsbewusst managen

Grundsätzlich unterstützen wir die weitere Nutzung von Ressourcen und deren Verwertung durch Recycling. Unser Fokus liegt dabei auf den Themen Verpackung und der Verwendung von konventionellem Kunststoff. Um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern, unterstützen wir nachdrücklich das Konzept einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft.

Im täglichen Großhandelsgeschäft werden Verpackungen nicht nur für den Transport, die Konservierung und den Schutz von Waren eingesetzt. Die Produktverpackung enthält auch Informationen und Gebrauchsanweisungen für unseren Kunden. Vor allem aber stellt das Verpackungsthema eine große branchenübergreifende Herausforderung dar, sowohl was die Mengenreduzierung als auch die Wahl der Materialien betrifft.

Als Großhandelsspezialist stellen wir sicher, dass wir die hohen Qualitäts- und Hygienestandards, die unsere Kunden erwarten, erfüllen, während wir gleichzeitig die Umweltbelastung durch die Verpackung unserer Eigenmarkenprodukte über den gesamten Lebenszyklus reduzieren wollen. Wir arbeiten an innovativen Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, z.B. durch Reduzierung des Verpackungsmaterials, Erhöhung des Anteils an recyceltem Material in unseren Verpackungen und Gestaltung unserer Verpackungen zur Verbesserung der Stapelbarkeit auf Paletten bei gleichzeitiger Senkung der Kosten für unsere Kunden.

Verpackungs-Ambitionen für 2023

Um die Kunststoffmengen und damit die Kunststoffabfälle weiter deutlich zu reduzieren und die Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen, haben wir uns im Oktober 2018 neue Ziele gesetzt.

Wir wollen Folgendes erreichen:

  • Ersatz von Polyvinylchlorid (PVC) / Polyvinylidenchlorid (PVdC) zu 100% in Verpackungen von Eigenmarkenprodukten auf allen Verpackungsebenen (primär, sekundär und tertiär) bis 2023, Basisjahr 2014
  • 100 % Ersatz von expandiertem Polystyrol (EPS) zu 100% in Verpackungen von Eigenmarkenprodukten auf allen Verpackungsebenen (primär, sekundär und tertiär) bis 2023, Basisjahr 2018
  • Erreichen einer 100%-igen Forest Stewardship Council® (FSC®) / Programm zur Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen (PEFC) Zertifizierung für alle Papier-, Pappe-, Karton-, Karton- und Holzverpackungen von Eigenmarkenprodukten auf Primär- und Sekundärverpackungsebene bis 2023, Basisjahr 2018
  • Reduzierung von 300 Tonnen Kunststoff in konventionellen Kunststoffverpackungen für Eigenmarkenprodukte bis 2023 gegenüber dem Ausgangswert vom 1. Oktober 2018

METRO Plastik Strategie

Um unser starkes Engagement zur Bewältigung der Herausforderung des Plastikabfalls zu unterstreichen, haben wir uns zusammen mit unseren Landesgesellschaften im September 2018 im Rahmen der METRO Plastik Strategie verpflichtet, bis 2025 konventionelle Einweg-Kunststoffe durch wiederverwendbare, recycelbare oder kompostierbare Alternativen zu ersetzen und den Übergang zum geschlossenen Kunststoffrecycling zu fördern.

Zu diesem Zweck haben wir uns im Oktober 2018 auch der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation angeschlossen. In diesem internationalen Netzwerk von mehr als 290 Organisationen arbeiten Unternehmen, Universitäten, Akademiker und Finanzinstitute gemeinsam daran, unter anderem diese Ziele zu erreichen:

  • Innovation, um sicherzustellen, dass 100% der Kunststoffverpackungen einfach und schnell zu handhaben sind und bis 2025 sicher wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden können
  • Ermöglichung der Überführung der produzierten Kunststoffe in geschlossene Stoffkreisläufe und Erhöhung der Produktion solcher Kunststoffe, die wiederverwendet oder recycelt und zu neuen Verpackungen oder Produkten verarbeitet werden können

Darüber hinaus sind die #METROPlasticFighters eine wichtige Säule der METRO Plastik Initiative, die fest im Unternehmen verankert ist, das Bewusstsein schärft, über Kunststoffabfälle informiert und eine wachsende interne Bewegung schafft, um den Wandel ranzutreiben. Die Idee dahinter ist einfach - mit rund 98.000 Mitarbeitern weltweit hat METRO einen enormen Einfluss auf den dringend notwendigen Wandel, angefangen bei jedem einzelnen Mitarbeiter und seinen Beziehungen zu unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Freunden und Familie. So trafen sich die Mitarbeiter freiwillig unter der Flagge von #METROPlasticFighters, um an Dreck-Weg Tagen in Düsseldorf, der Ukraine oder am Strand in Hongkong teilzunehmen oder diese sogar zu organisieren. Darüber hinaus wurden in der METRO-Zentrale in der Kantine und der Kaffeebar konventionelle Kunststoffbehälter und Einweg-Coffee-To-Go-Tassen ausgetauscht. Eine kleine Gebühr für nachhaltigere Alternativen wie z.B. wiederverwendbare Lunchboxen oder 100% klimaneutrale, wiederverwendbare Porzellanpfandbecher gehen an das Pacific Garbage Screening Projekt.

Abfall-Management von Verpackungen

METRO will den Abfall im eigenen Geschäftsbetrieb, aber auch im Geschäft unserer Kunden minimieren. Es ist uns wichtig, in Lebenszyklen zu denken und innovative Herstellungs- und Recyclingtechnologien zu fördern. Wir beraten unsere Kunden bei der Entsorgung von Produkten und Verpackungen. Dazu gehört auch, Mitarbeiter zu schulen und die Kunden für Ressourcenschonung zu sensibilisieren, über Abfallvermeidung zu informieren sowie Anreize für eine korrekte Entsorgung zu schaffen und diese zu ermöglichen, da dies die finanziellen und ökologischen Kosten senkt. Besonders in Ländern, in denen es kein nationales Abfallsortierungssystem gibt, zeigen lokale Partnerschaften und Maßnahmen eine echte Wirkung, wenn es darum geht, die Menge des zu deponierenden Abfalls anzugehen und zu reduzieren. Beispiele sind die Einrichtung von Abfallsammelstellen für Kunden in METRO-Märkten in der Ukraine oder die Abholung von Verpackungsabfällen direkt bei unseren Kunden in Myanmar.