Resiliente Wertschöpfungskette

Soziale Verantwortung in der Lieferkette

Unser umfassendes Verständnis von Menschen­rechten und Umwelt­belangen spiegelt sich in unserer Verpflichtung wider, wir prüfen, dass international anerkannte Menschenrechts- und Umweltstandards sowohl in unseren eigenen Betrieben als auch in unserer eigenen Lieferkette eingehalten werden.

Werteerklärung zu den Menschenrechten

Werteerklärung zu den Menschenrechten
Werteerklärung zu den Menschenrechten
Sep ’25 - .pdf - 0,1 MB

Eine Haltung mit ähnlichen Werten ist uns auch seitens unserer Geschäftspartner wichtig.

Unser Engagement, Menschenrechts­verletzungen sowohl im eigenen Unternehmen als auch entlang der Lieferkette zu vermeiden und Arbeits­bedingungen kontinuierlich zu verbessern ist fest in unseren Prozessen verankert:

  • Interne Richtlinien stellen sicher, dass unsere Werte im Arbeitsalltag umgesetzt werden und ein wirksames Risiko­management greift.
  • Unsere Social-Compliance-Policy für Eigenmarken integriert verbindliche Anforderungen in zentrale Beschaffungs­prozesse.
  • Ein Verhaltenskodex für Geschäftspartner definiert klare Erwartungen an verantwortungs­volles Handeln in der Zusammenarbeit.

Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Partnern und Branchen­initiativen zusammen, um unsere Wirkung zu erhöhen. So engagieren wir uns beispiels­weise in der Sustainable Supply Chain Initiative des Consumer Goods Forum, die Nachhaltigkeits­standards vergleichbar macht und zur Harmonisierung von Audit­prozessen beiträgt.

Supplier Engagement Strategy - Stärken. Einbinden. Ausbilden. Ausführen.

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Lieferkette kann nur durch enge Zusammenarbeit gelingen.

Hinweisgeber

Unser Hinweis­geber­system bietet eine vertrauliche und anonyme Plattform für Anfragen und/oder Meldungen zu Compliance-Themen.

Das Lieferketten­­sorgfalts­­pflichtengesetz (LkSG)

Seit dem 1. Januar 2023 verpflichtet das Lieferketten­sorgfalts­pflichtengesetz Unternehmen in Deutschland dazu, menschen­rechtliche und umwelt­bezogene Risiken entlang ihrer Lieferkette zu erkennen, zu verhindern und bei Bedarf zu beheben. Dies umfasst sowohl den eigenen Geschäftsbetrieb als auch direkte und – bei konkreten Anlässen – indirekte Lieferanten.

Grundsatzerklärung der METRO AG zur Einhaltung der Menschenrechte und dem Schutz der Umwelt (LkSG)
Grundsatzerklärung der METRO AG zur Einhaltung der Menschenrechte und dem Schutz der Umwelt (LkSG)
Sep ’25 - .pdf - 0,28 MB

Übersicht der Schutzgüter

Menschenrechts- und Umweltrisiken
Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Unter Bezugnahme auf die von den Vereinten Nationen (UN) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festgelegten Menschen- und Arbeitsrechte nennt das Lieferketten­sorgfalts­pflichtengesetz die folgenden menschenrechtlichen und ökologischen Risiken.

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Herstellung von Produkten mit Quecksilberzusatz, Verwendung von Quecksilber und Quecksilberverbindungen (Minamata Übereinkommen)

Umweltbezogenes Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Herstellung und Verwendung persistenter organischer Schadstoffe sowie nicht umweltgerechter Handhabung, Lagerung und Entsorgung von Abfällen (Stockholmer Übereinkommen)

Umweltbezogenes Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Ein- und Ausfuhr gefährlicher Abfälle (Basler Übereinkommen)

Umweltbezogenes Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Schädliche Verschmutzung von Boden/Wasser/Luft, schädliche Lärmemissionen. übermäßiger Wasserverbrauch

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Rechtswidriger Räumung und Entziehen von Land, Wäldern und Gewässern

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Einbehaltung eines angemessenen Lohns

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Einsatz von Sicherheitsdiensten und deren Missachtung der Menschenrechte

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Ungleiche Behandlung im Beruf und Diskriminierung

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Missachtung der Koalitionsfreiheit

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Missachtung des Arbeitsschutzes

Menschenrechtliches Risiko

Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken

Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Sklaverei

Menschenrechtliches Risiko

Der Mechanismus

Risikomanagementsystem für die Einhaltung sozialer Standards - 7 Schritte
Social Compliance Risk Management System

Um den Anforderungen des Lieferkettengesetzes gerecht zu werden und ihren Sorgfaltspflichten nachzukommen, hat die METRO AG ein Social-Compliance Risikomanagement-System eingerichtet, das die folgenden sieben Schritte umfasst.

Social Compliance Risk Management System
1. Verantwortlichkeiten / Governance

Festlegung der Zuständigkeiten innerhalb des Unternehmens einschließlich der Bestellung eines Menschen­rechts­beauftragten

Social Compliance Risk Management System
2. Risikoanalyse

Jährliche Regelanalyse, sprich Identifizierung, Bewertung und Priorisierung von Menschenrechten und Umweltbelangen, für den eigenen Geschäftsbereich und direkte Lieferanten sowie eine anlassbezogene Analyse für den eigenen Geschäftsbereich, direkte und indirekte Lieferanten

Social Compliance Risk Management System
3. Präventivmaßnahmen

Festlegung geeigneter Präventivmaßnahmen zur Minimierung und Vermeidung von Risiken, z. B. durch entsprechende Beschaffungsstrategien, Schulungen und Lieferantenaudits

Social Compliance Risk Management System
4. Beschwerdemechanismen

Öffentlich zugänglicher Beschwerde- und Berichtsmechanismus für alle potenziell betroffenen Parteien, wie bspw. Lieferanten und Mitarbeitende, also ein internes und externes Hinweisgebersystem - vertraulich und anonym: METRO Hinweisgebersystem

Social Compliance Risk Management System
5. Abhilfemaßnahmen

Festlegung geeigneter Abhilfemaßnahmen, nachdem ein Risiko identifiziert wurde, um dessen Eintritt zu verhindern, zu beenden oder zu minimieren

Social Compliance Risk Management System
6. Wirksamkeitskontrolle

Wirksamkeits­kontrolle der Präventiv- und Abhilfemaßnahmen sowie des Beschwerde­mechanismus

Social Compliance Risk Management System
7. Dokumentation / Berichterstattung

Jährlicher öffentlicher Bericht über festgestellte Menschenrechts- und Umweltrisiken, getroffene Maßnahmen und deren Wirksamkeits­bewertung sowie Vorlage des Berichts bei der Durchsetzungsbehörde (BAFA)

Weitere Informationen zum Gesetz hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hier in Form von FAQs und Handreichungen veröffentlicht.

Fragen?

Falls Sie weitere Fragen zum LkSG haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Unsere Verantwortung entlang der Lieferkette

Die Achtung von Menschen­rechten und Umwelt­standards endet für uns nicht im eigenen Unternehmen. Wir übernehmen Verantwortung in unserer Lieferkette und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern daran, Verbesserungen anzustoßen.

Unser Social-Compliance-Risiko­management übersetzt unsere Werte in konkrete Maßnahmen und Prozesse und dient als Grundlage für verantwortungsvolles Handeln – für Mitarbeiter, Geschäftspartner und weitere Anspruchsgruppen.

Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Als internationales Großhandels­unternehmen arbeiten wir mit einer Vielzahl von Lieferanten und Produzenten zusammen. Unser Verhaltens­kodex für Geschäfts­partner definiert klare Erwartungen an verantwortungsvolles Handeln. Er basiert auf international anerkannten Standards, darunter die UN- und OECD-Leitsätze, ILO-Kernarbeits­normen sowie internationale Menschenrechts­standards.
Darüber hinaus umfasst er Anforderungen an Umweltschutz und Geschäftsethik, mit besonderem Schwerpunkt auf der Korruptions- und Bestechungs­bekämpfung, dem Kartell- und Wettbewerbs­recht sowie dem Datenschutz. Diese Anforderungen sind in unseren Vertrags­beziehungen verankert und bilden die Grundlage für die Zusammenarbeit mit unseren Geschäfts­partnern.

Risikomanagement entlang der Lieferkette

Ein zentrales Element unseres Ansatzes ist die regelmäßige Risikoanalyse entlang der Lieferkette – im Einklang mit den Anforderungen des Lieferketten­sorgfalts­pflichtengesetzes. Diese erfolgt auf abstrakter sowie konkreter Ebene in Zusammenarbeit mit den Lieferanten jährlich sowie anlassbezogen. Unserer Grundsatz­erklärung wird entsprechend kontinuierlich aktualisiert.

Prävention- und Abhilfe

Auf Basis unserer Risikoanalysen setzen wir gezielte Präventions­maßnahmen um. Dazu gehören u. a. Schulungen für Mitarbeiter und Lieferanten, die Integration von Social-Compliance-Anforderungen in Verträge und Grundsatz­dokumente sowie die Verankerung des Risiko­managements in zentralen Geschäfts­prozessen. Bei festgestellten Verstößen ergreifen wir geeignete Abhilfe­maßnahmen, um diese zu beenden oder ihr Ausmaß zu minimieren. Dabei orientieren wir uns an den Prinzipien der Angemessenheit und Wirksamkeit gemäß dem Lieferketten­sorgfalts­pflichtengesetz.

Beschwerdemechanismus

Verdachtsfälle von Menschenrechts- oder Umwelt­verstößen können jederzeit vertraulich und anonym gemeldet werden (Hinweisgebersystem) – sowohl von Mitarbeitenden als auch von externen Stakeholdern.

Faire und sozial gerechte Arbeits­bedingungen bei unseren Eigenmarken

METRO arbeitet weltweit mit zahlreichen Lieferanten und Produzenten zusammen. Ein besonderes Potenzial zur Förderung sozial gerechter Arbeitsbedingungen sehen wir in unserem Eigenmarken­sortiment.

Während wir grundsätzlich von allen Lieferanten die Einhaltung menschenrechts­bezogener Anforderungen gemäß unserem Verhaltenskodex erwarten, gelten für unsere Eigenmarken erweiterte Anforderungen. Bis 2030 wollen wir darauf hinwirken, sozial gerechte Arbeits­bedingungen in unseren Eigenmarken-Beschaffungs­kanälen zu gewährleisten.

Social Compliance ist dabei in unsere Einkaufs­prozesse integriert – auf Grundlage unserer Social-Compliance-Policy. Diese gilt für alle internationalen und lokalen Lieferanten mit einem besonderen Fokus auf Eigenmarken­lieferanten.

Policy for Social Compliance (Englisch)
Policy for Social Compliance (Englisch)
Sep ’25 - .pdf - 0,21 MB
Übersicht akzeptierte Sozialstandards
Übersicht akzeptierte Sozialstandards
Sep ’25 - .pdf - 0,28 MB

Systematische Bewertungen, Audits und klare Grundsätze

Wir bewerten unsere Eigenmarken­lieferanten regelmäßig, um Risiken im Bereich Menschenrechte und Arbeits­bedingungen frühzeitig zu erkennen. Grundlage dafür sind etablierte internationale Datenquellen und Risikoanalysen. Lieferanten mit erhöhtem Risiko werden identifiziert und aufgefordert, anhand von zielgerichteten Fragebögen, unabhängigen Audits, etwa nach Standards wie der amfori Business Social Compliance Initiative (amfori BSCI) oder dem SMETA-Audit von Sedex oder durch Trainings­maßnahmen ihre Risiken zu minimieren.

Diese Maßnahmen sind für METRO kein Selbstzweck. Sie bilden eine Grundlage für kontinuierliche Verbesserungs­prozesse. Nach jeder Auditprüfung werden Maßnahmen definiert, gemeinsam mit den Partnern umgesetzt und nachverfolgt. Ziel ist es, zur Verbesserung von Arbeits­bedingungen beizutragen – nicht nur Anforderungen zu überprüfen.

Bei besonders schwer­wiegenden Verstößen in den Bereichen Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder Arbeits­sicherheit, gelten klare Vorgaben:

  • bestehende Aufträge werden kontrolliert fortgeführt
  • neue Aufträge werden gestoppt
  • die Zusammenarbeit kann nach entsprechenden Verbesserungen wieder aufgenommen werden

Trainings & Befähigung

Langfristige Verbesserungen lassen sich nur gemeinsam mit unseren Partnern erreichen. Deshalb setzen wir gezielt auf Schulungen und Unterstützung – sowohl für unsere Mitarbeitenden als auch für unsere Lieferanten. Unsere internationalen Beschaffungs­organisationen arbeiten eng mit Produzenten vor Ort zusammen, um Sozialstandards verständlich zu machen und deren Umsetzung zu fördern.

Weitere Informationen finden sich im Geschäftsbericht 2024/25 ab Seite 95.

Verantwortung für unsere Mitarbeiter

Wir schaffen ein Arbeitsumfeld, das von Sicherheit, Fairness und Respekt geprägt ist. Dazu gehören die Förderung von Vielfalt und Chancen­gerechtigkeit, die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter sowie die konsequente Einhaltung von Arbeit­nehmer­rechten und Arbeits­schutz­standards.

Richtlinie zu Menschenrechten und Umweltbelangen

Unsere Unternehmens­richtlinie konkretisiert die in unserer Werteerklärung verankerten Grundsätze zu Menschen­rechten und Umwelt­belangen. Sie befähigt dazu, dass diese im Arbeitsalltag umgesetzt und in allen METRO Gesellschaften verbindlich angewendet werden.

Zugleich bildet sie die Grundlage für unser Social-Compliance-Risiko­management für Mitarbeiter und unterstützt die Einhaltung der Anforderungen des Lieferketten­sorgfalts­pflichten­gesetzes.

Richtlinie zu Menschenrechten und Umweltbelangen (Englisch)
Richtlinie zu Menschenrechten und Umweltbelangen (Englisch)
Sep ’25 - .pdf - 0,17 MB

Sozialer Dialog

Ein wirksames Social-Compliance-Risiko­management lebt vom Austausch: Durch kontinuierlichen Dialog und Wissenstransfer lernen Mitarbeitende und Teams voneinander – auch im Umgang mit Arbeit­nehmer­vertretungen.

Mit der halbjährlichen Mitarbeiter­befragung „Voice it“ holt METRO regelmäßig Feedback ein und nutzt dieses, um Arbeits­bedingungen weiterzuentwickeln.

Auf europäischer Ebene vertritt das Euro Forum als Europäischer Betriebsrat die Interessen der Mitarbeitenden. Zudem arbeitet METRO mit dem internationalen Gewerkschafts­dachverband UNI Global Union zusammen.

Gemeinsame Erklärung der METRO und UNI Global Union
Gemeinsame Erklärung der METRO und UNI Global Union
Jul ’13 - .pdf - 0,03 MB

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Sicherheit hat bei METRO höchste Priorität. Wir setzen uns dafür ein, unseren Mitarbeitern, Partnern und Kunden ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu bieten. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Unfälle zu vermeiden und Sicherheit konsequent in alle Arbeits­prozesse zu integrieren.

METRO policy operational safety
METRO policy operational safety
Jun ’22 - .pdf - 1,37 MB

Unser konzernweites Betriebs­sicherheits­management­system (OSMS) basiert auf internationalen Standards wie der ISO 45001 und wird anhand diverser Prozess­beschreibungen und Vorschriften umgesetzt. Es unterstützt uns dabei, Risiken systematisch zu identifizieren, geeignete Maßnahmen umzusetzen und unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern. So schaffen wir Transparenz und stellen sicher, dass wir unseren eigenen Anforderungen sowie internationalen Standards gerecht werden.

Ukraine Certificate ISO 45001
Ukraine Certificate ISO 45001
Jul ’25 - .pdf - 0,15 MB
METRO OHS Risikomanagementprozess (403-2a)
METRO OHS Risikomanagementprozess (403-2a)
Dez ’21 - .pdf - 0,07 MB
METRO OHS Kompetenzanforderungen (403-5)
METRO OHS Kompetenzanforderungen (403-5)
Dez ’21 - .pdf - 0,06 MB
METRO OHS Arbeitsunterbrechungs Rili (403-2c)
METRO OHS Arbeitsunterbrechungs Rili (403-2c)
Dez ’21 - .pdf - 0,06 MB
METRO OHS Vorfallmanagement (403-2d)
METRO OHS Vorfallmanagement (403-2d)
Dez ’21 - .pdf - 0,06 MB
METRO OHS Einbeziehung des personals (403-4a)
METRO OHS Einbeziehung des personals (403-4a)
Dez ’21 - .pdf - 0,07 MB
METRO OHS Arbeitsschutzausschuss (403-4b)
METRO OHS Arbeitsschutzausschuss (403-4b)
Dez ’21 - .pdf - 0,07 MB

Nachstehend finden Sie eine Kurzfassung des OSMS mit den wichtigsten Punkten, die es abdeckt.

METRO Betriebssicherheitsmanagementsystem Kurzversion 2021 (en)
METRO Betriebssicherheitsmanagementsystem Kurzversion 2021 (en)
Jun ’22 - .pdf - 0,11 MB

Hinweisgebersystem

METRO stellt Mitarbeitenden sowie externen Stakeholdern verschiedene Meldekanäle zur Verfügung, um potenzielle Verstöße, vermutetes Fehlverhalten oder Risiken im Geschäfts­umfeld von METRO und entlang der Lieferkette zu melden. Mitarbeiter können sich hierzu an ihre Vorgesetzten oder die Local Compliance Officers als lokale Meldestellen wenden.

Darüber hinaus können Hinweise über das IT-gestützte Hinweis­geber­system „SpeakUp“ vertraulich und auf Wunsch auch anonym eingereicht werden. Meldungen können insbesondere Compliance-Themen, Menschenrechte, Umwelt­standards, faire Arbeits­bedingungen, Belästigung sowie Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben und interne Richtlinien betreffen.

Grundlage für die Bearbeitung von Hinweisen ist die METRO Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern, die einen klar definierten Prozess für die Entgegennahme, Bewertung und Untersuchung von Meldungen sowie den Schutz von Hinweisgebern sicherstellt.

Zur Webseite des METRO Hinweis­geber­system (sichere, externe Internetseite):

Hinweisgebersystem

Entwaldungsfreie Lieferketten

Die Entwaldung natürlicher Wälder ist ein wesentlicher Treiber des Klimawandels und geht häufig mit weiteren ökologischen und sozialen Folgen einher – etwa dem Verlust von Biodiversität oder der Beeinträchtigung lokaler Gemeinschaften.

Für den Lebensmittel­sektor ist dieses Thema besonders relevant, da wichtige Rohstoffe wie Soja, Palmöl, Rindfleisch, Kaffee, Kakao sowie Holz- und Papier­produkte häufig mit Entwaldung in Verbindung stehen.

Als Großhändler übernehmen wir Verantwortung für die Herkunft dieser Produkte. Unser Ziel ist es, die Beschaffung dieser Rohstoffe so zu gestalten, dass Entwaldung vermieden wird – beispiels­weise durch transparente Lieferketten, definierte Anforderungen an unsere Lieferanten und die Förderung nachhaltiger Alternativen.

Unser Ansatz - Gemeinsam Wirkung erzielen

Wir haben unsere bisherigen Einzel­richtlinien zu Rohstoffen wie Palmöl, Soja, Holz und Fleisch in einer übergreifenden Beschaffungs­politik für entwald­ungsfreie Lieferketten zusammen­geführt. Dabei berücksichtigen wir auch die Anforderungen der Europäischen Entwaldungs­verordnung (EUDR).

Ein zentraler Bestandteil unseres Ansatzes ist die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpf­ungskette. Aufgrund der Komplexität globaler Lieferketten lassen sich nachhaltige Lösungen nur gemeinsam mit Partnern umsetzen. Deshalb arbeiten wir eng mit Lieferanten, Produzenten sowie mit Branchen­initiativen, Regierungen und Nichtregierungs­organisationen zusammen – etwa durch den Austausch von Daten, gemeinsame Standards und die Weiterentwicklung von Beschaffungs­praktiken.  So engagieren wir uns in internationalen Initiativen wie dem Consumer Goods Forum, dem Round Table on Responsible Soy (RTRS) und dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO), um branchenweite Lösungen voranzutreiben und einheitliche Anforderungen zu fördern.

Nur wenn ökologische, soziale und wirtschaftliche Rahmen­bedingungen gemeinsam betrachtet werden, lassen sich nachhaltige Lösungen langfristig umsetzen. Deshalb setzen wir auf Partnerschaft, Transparenz und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Supplier Engagement Strategy - Stärken. Einbinden. Ausbilden. Ausführen.

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Lieferkette kann nur durch enge Zusammenarbeit gelingen.

Deforestation Policy (Englisch)
Deforestation Policy (Englisch)
Sep ’25 - .pdf - 0,35 MB

Konsumgüterforum Forest Positive Coalition

Das Consumer Goods Forum (CGF) hat die Forest Positive Coalition of Action (FPC) gegründet, die von rund 20 Unternehmen mit einem gemeinsamen Marktwert von rund 2 Billionen US-Dollar getragen wird.

METRO ist Mitglied der Koalition und engagiert sich in den Arbeitsgruppen für Palmöl, Soja und Rindfleisch.

Ziel der FPC ist es, Entwaldung, Waldumwandlung und -schädigung entlang globaler Lieferketten zu stoppen. Durch gemeinsames Handeln sollen Fortschritte in vier Bereichen erzielt werden:

  1. Entwaldungsfreie Lieferketten vorantreiben
  2. Höhere Anforderungen an Händler stellen
  3. Veränderungen in wichtigen Anbauregionen fördern
  4. Messbare Ergebnisse definieren und transparent berichten

Die Koalition wird von der Tropical Forest Alliance (TFA) und Proforest unterstützt und arbeitet eng mit der CGF-Initiative gegen Zwangsarbeit zusammen.

Seit 2021 beteiligt sich METRO finanziell an zwei Landschaftsprojekten in wichtigen Herkunftsländern. Ziel dieser Projekte ist es, die Entwaldung und Landnutzung in bestimmten Regionen zu bekämpfen und die Lebensbedingungen von Kleinbauern vor Ort zu verbessern. Die Initiativen sind:

Initiative Rohstoff Partner
Entwicklung einer digitalen Toolbox zur Umsetzung des Tocantins-Wälder-Kodex Soja und Rindfleisch Conservation International
Stopp der Abholzung und Förderung der Nachhaltigkeit in West-Kalimantan Palmöl Rainforest Alliance

Biodiversität

Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Ökosysteme und die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln. Viele natürliche Prozesse, auf die unsere Wertschöpfung angewiesen ist, hängen direkt von intakten Lebensräumen sowie von Pflanzen- und Tierarten ab.

Wir sind uns bewusst, dass unsere Geschäfts­tätigkeit Einfluss auf die Biodiversität hat. Um diese besser zu verstehen, analysieren wir systematisch unsere Standorte und deren Umfeld. In einem Pilotprojekt haben wir beispielsweise untersucht, ob sich unsere Standorte in der Nähe sensibler Schutzgebiete – etwa UNESCO-Welterbestätten oder IUCN-Schutzgebieten – befinden.

Biodiversity Position (Englisch)
Biodiversity Position (Englisch)
Jun ’25 - .pdf - 0,32 MB

Wasserschutz

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist für METRO ein wichtiger Bestandteil nachhaltigen Wirtschaftens. Unsere Wasser-Richtlinie definiert den strategischen Rahmen für den Schutz dieser Ressource.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Wasser­verbrauch in unserem eigenen Geschäfts­betrieb effizient zu reduzieren: Bis 2030 wollen wir den spezifischen Wasser­verbrauch pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 10 % gegenüber dem Basisjahr 2020/21 senken. Dieses Ziel haben wir bereits vorzeitig erreicht: Im Geschäftsjahr 2023/24 lag der Wert 12,1 % unter dem Ausgangs­niveau.

METRO Water Policy (Englisch)
METRO Water Policy (Englisch)
Jun ’25 - .pdf - 0,15 MB

Transparenz und Rückverfolgbarkeit

Wir verfolgen bei der Beschaffung von Produkten und der Nutzung von Ressourcen einen transparenten Ansatz. Eine wichtige Grundlage dafür sind direkte und langfristige Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern.

Ergänzend dazu haben wir gemeinsam mit Kooperations­partnern eine branchenübergreifende, internationale digitale Rückverfolg­barkeits­lösung auf Basis von GS1-Standards entwickelt.

Mit unserer Lösung PROTRACE stellen wir chargen­bezogene Rückverfolg­barkeits­informationen aus verschiedenen Datenquellen bereit. Dadurch können Kunden und Interessen­gruppen die Herkunft von Produkten besser nachvollziehen und erhalten mehr Transparenz entlang der Lieferkette.

Transparente Lieferkette für Fisch und Fleisch

Zunächst haben wir PROTRACE vor allem für sensible Produktgruppen wie Fisch und Fleisch eingesetzt. Kunden können hier detaillierte Informationen zu Herkunft, Verarbeitung, Qualität und Nachhaltigkeits­aspekten abrufen – direkt über eine App.

Grundlage dafür sind eine eindeutige Produktkenn­zeichnung sowie die kontinuierliche Bereitstellung relevanter Daten durch unsere Lieferanten. Entlang der gesamten Lieferkette – vom Produzenten bis zum Händler – tragen alle Beteiligten dazu bei, die erforderlichen Informationen bereitzustellen.

Inzwischen bietet PROTRACE zusätzlich zur Rückverfolg­barkeit auch Einblicke in Produktions­prozesse und produktspezifische Hintergründe. Die Lösung ist flexibel aufgebaut und kann schrittweise auf weitere Produktgruppen ausgeweitet werden.

So ermöglichen wir unseren Kunden mehr Einblick in die Herkunft von Produkten und schaffen eine bessere Grundlage für informierte Kaufentscheidungen. Gleichzeitig unterstützt die erhöhte Transparenz dabei, Risiken in der Lieferkette zu erkennen – etwa im Zusammenhang mit illegalen Praktiken wie dem illegalen Fischfang.

Supplier Engagement Strategy - Stärken. Einbinden. Ausbilden. Ausführen.

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Lieferkette kann nur durch enge Zusammenarbeit gelingen.

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